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Weinwetter und Klima

Willkommen im "Milden Westen"!
Die Naheregion zählt zu den niederschlagärmsten und wärmsten Regionen Deutschlands. Das haben wir dem Hünsrück zu verdanken an dessen Südhängen sich unsere Weinberge befinden. Da das Nahetal 300 Meter tiefer liegt als der Haupthöhenrücken des Hünsrücks bzw. des Soonwaldes bekommen wir bei Nordwestwetterlagen einen Föhneffekt.
(Ähnlich wie in den Alpen - nur nicht so ausgeprägt.)
Dies erklärt die geringen jährlichen Niederschläge, die bei etwa 540mm ( Deutschland=800mm ) liegen, und die über dem Bundesdurchschnitt (8,1°C) liegenden Temperaturen von etwa 10°C im Jahresmittel.

Wir informieren Sie hier rückblickend über das jeweilige Monatswetter und die zu erwartenden Weinentwicklung.
Schauen sie öfters mal rein!
Ihr Weingut.

Schneider Weinberg


Januar 2010
Der Januar war ein schneereicher, oft trüber und sehr kalter Monat, aber dennoch nicht so kalt wie 2009. Im Monatsmittel lag die Temperatur 2,4K unter dem Klimawert von 0,8°C. An fast jedem Tag gab es Frost. Ungewöhnlich sind die 25 Tage mit einer Schneedecke im Nahetal. Die nur 23 Liter Niederschlag fielen ausschließlich in fester Form. Da der Januar eh ein trüber Monat ist, sind wir mit den 44 Sonnenstunden in Bad Sobernheim gut bedient!

Februar 2010
Mit 0,1°C unter dem langjährigen Mittel von 1,8°C lagen wir an der Nahe im Vergleich wieder einmal sehr gut! Der Monatsdurchschnitt von RLP lag 0,5 und der deutschlandweite Schnitt rund 1°C unter dem Mittel. Die Temperaturspanne reichte von -9°C bis +15°C. Im Gegensatz zu westlicheren Landesteilen war der Niederschlag rund um Bad Sobernheim nur leicht über dem Durchschnitt. Meist fiel dieser zu Beginn als Schnee, was uns auch viele Tage mit einer Schneedecke, selbst in tieferen Lagen, brachte. Die Sonne machte sich rar und schien nur etwa die hälfte der sonst üblichen Zeit. Am 28. fegte Tief Xynthia über Deutschland hinweg. Im Hunsrück wurden Windgeschwindigkeiten von über 120 h/km (Orkan) gemessen! An der Nahe gab es immerhin noch Spitzen von über 100 h/km (Windstärke 11) die aber ausreichten um viele Bäume zu entwurzeln und Schäden an Häusern anzurichten.

März 2010
Der Monat hatte vom Temperaturverlauf zwei extrem unterschiedliche Hälften. Die erste Monatshälfte war bei Temperaturen bis minus 7°C um 4° zu kalt und die zweite dagegen mit Temperaturen von über 20°C um 5° zu warm. Im Mittel kam es damit zu einem Monatsplus von 0,6° an der Nahe. Der Niederschlag lag etwas unter dem Monatssoll und die Sonne schien an der Nahe rund 30% mehr als üblich.

April 2010
Im April zählte auch die Naheregion zu der wärmsten Deutschlands. Das Quecksilber kletterte am 29. bis auf 28°C und das Monatsmittel lag mehr als 1,5° über dem Mittel. Durch die klaren Tage und Nächte war der Monat zu trocken und sonnenscheinreich, brachte uns aber dadurch auch noch viele Tage mit Bodenfrost! Die Niederschlagsumme lag an der mittleren Nahe nur bei 30% der üblichen Summe. Die Sonne schafft es dagegen wieder auf Rekordwerte von 260 Stunden. (150%)

Mai 2010
Der Mai war zu kalt, viel zu nass und die Sonne schien eindeutig zu wenig. Mit nur 3 Sommertagen und einem Mittel von knapp 12°C war der Mai rund 1,5° zu kalt. Beim Niederschlag war er mit über 100 Litern auf dem Quadratmeter einer der niederschlagsstärksten Monate der letzten Jahre überhaupt. Bei rund 21 Regentagen im Mai kam selbstverständlich die Sonne mit nur 130 der sonst üblichen 200 Sonnenscheinstunden viel zu kurz.

Juni 2010
Der Juni war genau das Gegenteil vom Mai, zu warm, zu trocken und sehr sonnenscheinreich. Mit fast 2° zuviel lag das Monatsmittel deutlich über dem langjährigen Wert. Sehr ausgeprägt war in diesem Jahre die Schafskälte. So sank am 20. das Thermometer fast in den Frostbereich und dies bei immerhin 15 Sommertagen im Juni. Der Niederschlag lag flächendeckend bei ca. 80% der üblichen Monatsmenge. Die Sonne machte die fehlenden Stunden vom Mai locker wett und schien rund 100 Stunden mehr als üblich.

Juli 2010
Der Juli war anfangs sehr heiß und zu trocken. Dies änderte sich aber ab dem 22., denn ab hier gab es ergiebigen Regen mit kühleren Temperaturen. Das Monatsmittel der Temperatur lag bei rund 21° und war fast 3° zu hoch. Es gab immerhin 14 heiße Tage mit Temperaturen von über 30° (Max. 35°). Durch die überwiegend schauerartigen Niederschläge kam es auch örtlich zu extremen Unterschieden. So meldete Bad Kreuznach mit 50 Litern 100% des Monatsmittels, im Raum Bad Sobernheim fiel das Doppelte! Spitze war hier der 23. mit fast 40 Litern. Mit knapp verfehlten 300 Sonnenscheinstunden war der Juli ein Spitzenmonat. Hier wurden die sonst üblichen 215 deutlich überschritten!

August 2010
Wieder einmal zeigte es sich, dass die Lage von Bad Sobernheim uns, im deutschlandweiten Vergleich, die besten Werte bescherte. Es wurde noch nie ein so nasser August in Deutschland gemessen wie dieser 2010. An der Nahe dagegen war 2006 ein schlechterer, was aber nicht die immer noch hohen 120 Liter ( das doppelte vom normalen ) beschönigt. An anderen Orten in Deutschland fiel diese Menge übrigens an einem Tag! Die Temperatur war im Schnitt warm und lag sogar ein halbes Grad über dem Mittel. Die Sonne schaffte an der Nahe tatsächlich ihr Soll von rund 200 Stunden, landesweit gesehen ein Spitzenwert!





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