Januar 2005
Der Monat Januar war in Deutschland deutlich zu warm, bei uns im Südwesten allerdings nur 1°C über dem langjährigen Mittel.
Außerdem war es hier etwas trockener als im übrigen Bundesgebiet. Der Niederschlag lag etwas unter dem Klimamittel. Die Sonnenscheinstunden lagen im Südwesten über dem Durchschnitt.
Ferbuar 2005
Der Februar dagegen war kälter als normal, besonders die zweite Hälfte. Die Sonne machte sich etwas rarer als sonst und auch was den Niederschlag betrifft, so war dieser etwas zu gering.
Besonders hervorzuheben sind die schneereichen Tage gegen Ende Februar, was für die Naheregion doch ein eher seltenes Wetterphänomen ist. Die Höhen von bis zu 10 cm sind aber nicht mit den Schneehöhen im Hunsrück von zum Teil 40-50 cm zu vergleichen.
Für unsere Weinstöcke waren die strengen Frosttage im Februar etwas kritisch, da es bei Temperaturen von unter Minus 15 Grad Celsius durchaus zu Erfrierungen an den Reben kommen kann.
Positiv ist aber die Schneedecke zu sehen, die für eine gleichmäßige und gute Durchfeuchtung des Erdbodens sorgt.
März 2005
Das Monatsmittel der Lufttemperatur lag im Südwesten nur gering über dem Mittel. Deutlich zu gering war die Niederschlagsmenge. Außergewöhnlich aber die geschlossene Schneedecke, die bis in die zweite Märzwoche hineinreichte und für eine gute Bodenfeuchte sorgte. Die Sonnenscheinstunden lagen in etwa im Schnitt, sind aber um diese Zeit nicht so relevant wie im Herbst.
April 2005
Der April war nach der Anzahl der Sonnenscheinstunden ein ganz normaler Monat, jedoch war er deutlich ( um 2°C ) zu mild. Es gab auch nur einen Frosttag (Luft unter 0°C). Die Niederschlagsmenge lag über dem Durchschnitt und wurde auch benötigt, um den zu trockenen Winter auszugleichen.
Das schöne Löwenzahnbild in unseren Weinbergen ist nur an wenigen Tagen zu sehen, da wir das Gras in unseren Weinbergsreihen kurz halten, um so für einen besseren Wasserhaushalt an unseren Weinstöcken zu sorgen.
Im Ausblick auf den Mai sollten wir uns den 25.Mai (Urban) merken, denn: "Scheint die Sonne am Urbanitag, wächst guter Wein nach alter Sag!".
Mai 2005
Die Bauernregel lässt Gutes erwarten, da der 25. ein schöner, trockener und warmer Maitag war. Er war gleichzeitig der Beginn einer außergewöhnlichen Hitzeperiode, die für den Mai mehre Temperaturrekorde erzielte.
Die Hitze von bis zu 32°C, endete mit kräftigen Schauern und Gewittern und es gab sogar wieder vereinzelt Bodenfrost. Ansonsten war er ein ganz normaler Mai bei uns im Südwesten, wobei das Temperaturmittel, durch die heißen Tage am Ende, leicht zu hoch war.
Juni 2005
Der Monat Juni war hier deutlich zu warm, was mit von der Sonnenscheindauer abhing die ebenso über dem Durchschnitt lag. Im Gegensatz zur deutlich zu trockenen Mosel war die Niederschlagsmenge nur gering unter dem Mittel.
Juli 2005
Auch der Juli war zu warm und an der Nahe wiederum zu trocken. Der Sonnenschein lag aber diesmal genau im Mittel. Besondere Wetterereignisse waren jeweils zum Monatsende Juni/Juli schwere Gewitterfronten die auch zum Teil Schäden durch Wind und Hagel in den Weinbergen verursachten.
August 2005
Der August ist auch nicht mehr das was er einmal war! In diesem Jahr war er Deutschlandweit zu kalt. Erst die letzten Tage trugen dazu bei das er nicht ganz zu kalt im Mittel wurde.
Wenn man nun an das Hochwasser im Alpenraum zurück denkt, ist es doch verwunderlich, das der Südwesten auch im August zu trocken war. Zu gering war auch die Sonnenscheindauer, die bei etwa 90% des Mittels lag.
September 2005
Der September machte die Defizite vom August locker wieder wett, denn er war deutlich zu warm. +2,5°C über dem langjährigen Mittel. Die Sonne schien im September rund 200 Stunden, dies waren 50 Stunden mehr als der Durchschnitt.
Dies freut den Wein in diesem Monat besonders! Die 40 Liter Niederschlag waren dagegen ganz normal für September.
Ausblick Oktober 2005
Der Oktober zeigt sich bisher (15.10.) von seiner goldenen Seite. Morgens Nebel, mittags Sonne und für die Jahreszeit zu mild. Bemerkenswert ist, dass wir zur Zeit noch immer Tomaten im Garten ernten!
Weinlesewetter September/Oktober 2005 ...aus der Sicht des Winzers.
Nach einigen Wetterkapriolen im August, der zeitweise zu kühl war, hatten wir einen herrlichen September mit viel Sonne, aber leider auch viel zu trocken für unsere Weinstöcke.
Nach zwei ergiebigen Regenfällen Mitte des Monats kam die Sonne wieder zurück und verwöhnte die Reben.
Auch im Oktober konnten die Winzer zufrieden sein, nach dem morgentlichen Herbstnebel stellten sich sommerliche Temperaturen ein.
Zur Zeit (18.10.) sind zwei Drittel der Ernte eingebracht mit einer der kleinsten Ernten der letzten Jahrzehnte und traumhaften Ergebnissen.
Oktober 2005
Der Wein ist gelesen, aber Wetter gibt es weiterhin.
Wärmer, trockener und sonnenreicher als normal war dieser "Goldene Oktober", der gegen Ende sogar mehrere Temperatur-Maximum-Rekorde hervorbrachte.
November 2005
Auch der November war deutlich zu trocken. Die Temperaturen lagen etwas über dem Mittel. Unterm Durchschnitt dagegen lag die Sonnenscheindauer. Erwähnenswert ist, dass der erste Frost in diesem Herbst erst am 18. November zu vermelden war.
Dezember 2005
Der letzte Monat im Jahr 2005 passte sich den Vormonaten an und war wiederum zu trocken (80%).
Die Temperaturen und ebenso die Sonnenscheindauer waren normal. Übrigens gab es den ersten Eistag
(Max. < 0°c) erst in der letzten Dezemberwoche.
Fazit: 2005 war deutlich zu warm, brachte 80% der normalen Niederschläge und lag mit der Sonnenscheindauer deutlich über dem Durchschnitt.
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