Zurück zur Startseite Karlheinz Schneider und Sohn

  Aktuelles             

  Unser Weingut    

  Feine Weine...     

  Weinprobe          

  Galerie                

  Best of...             

  Weinwetter

  Weinwanderung 

  Weinshop           

  Weinlinks            

  Impressum          

  Kontakt               

  

Weinwetter und Klima - 2009


Januar 2009
Der Januar war sehr sonnig, deutlich zu kalt und beim Niederschlag durchschnittlich. Die Mitteltemperatur lag bei -2,3°C, was genau dem deutschlandweiten Mittel entsprach. Demzufolge war die Abweichung -3,1°C (Deutschlandmittel:-1,8°C). Bis Mitte des Monats gab es strengen Frost mit Temperaturen von bis - 15,8°C, ab der zweiten Monatshälfte gab es dauerhaft leichten Nachtfrost. Im Bundesdurchschnitt war der Januar wieder zu trocken, an der Nahe entsprach die Gesamtmenge aber dem Durchschnittswert, wobei 21 Liter der etwas über 32 Liter am 23. Januar fielen. Der sonnenreiche Januar brachte es mit 71 Stunden auf stolze 200% des Normalwertes.

Februar 2009
Im Westen war es im Bundesgebiet vergleichsweise mild. Die Temperaturen lagen rund ein halbes Grad über dem langjährigen Mittel. Mit 35 Litern lag das Niederschlagssoll genau bei 100%. Im Gegensatz zu den Mittelgebirgen gab es im Nahetal kaum Schnee. Beim Sonnenschein gab es ein deutliches Minus von nur 55 der normalerweise üblichen 70 Stunden.

März 2009
Wiederum mehr als ein halbes Grad zu warm präsentierte sich der März bei den Temperaturen. Es kam aber noch an 17 Tagen zu Bodenfrost. Auch der März war an der Nahe mit knapp 30 Litern etwas zu trocken. Die Sonne schaffte durch ein paar schöne Tage zum Monatsende noch die 100% des Monatssolls.

April 2009
Viel zu warm, etwas zu nass und sonnenscheinreich war der April 2009. Im Mittel für Deutschland war es der absolut wärmste April seit es flächendeckende Wetteraufzeichnungen gibt. An der Nahe fehlten allerdings 0,2°C im Mittel um an den Rekordapril von 2007 zu gelangen. Der durchaus notwendige Niederschlag lag mit 42 Litern rund 10 Liter pro Quadratmeter über dem langjährigen Mittel. Der Niederschlag fiel an 6 Regentagen, wovon 15 Liter am 17. April fielen. Die Sonnenscheindauer an der Nahe lag im April mit 240 Stunden um rund 40% über dem Soll. Anzumerken ist, dass die Natur den Rückstand durch den kalten Winter sehr schnell aufholte, da die Pflanzen durch den warmen April explosionsartig wuchsen und es zu einer gleichzeitigen Blüte fast aller Bäume kam.

Mai 2009
Erneut zu warm mit häufigen Gewittern, so zeigt sich der Mai 2009. Mit 2°C über dem langjährigen Klimawert von 15°C war es wiedereinmal zu warm. Die Niederschlagssumme war durch die vielen Schauer und Gewitterregen in der Menge örtlich recht unterschiedlich. Im Raum Bad Sobernheim lag die Summe fast 20% über dem Soll, wobei alleine am 14.05. 27 Liter Niederschlag fielen. Die Sonnenscheindauer lag rund 10% über den üblichen 200 Stunden.

Juni 2009
Der Juni brachte nur geringe Abweichungen von Temperatur, Niederschlag und Sonnenscheindauer. An der Nahe lag das Durchschnittsmittel 0,4 Grad über den langjährigen Klimawert. Nach kühlem Beginn und Minimumtemperaturen unter 5° C wurde es am Ende schwülwarm mit Temperaturen um 30° C. Mit um die 70 Litern Niederschlag lag dieser etwa 10 Liter über dem Mittel. Am 15. fielen alleine fast 30 Liter durch starke Regenfälle. Die Sonne schien etwas mehr als der langjährige Mittelwert.

Juli 2009
Hochdruckgebiete konnten sich im Juli 2009 in Deutschland nie für mehrere Tage halten. Der Juli 2009 verlief mit durchschnittlich 19,3 Grad Celsius (°C) um 1 Grad zu warm. Ständige rasche Wechsel zwischen schwül-warmer oder heißer Luft und kühler Meeresluft kennzeichneten den Monat. Mit etwa 85 Litern pro Quadratmeter (l/m²) übertraf der Juli an der Nahe sein Regensoll von 50 l/m² um 60 Prozent. Damit lag die Julimenge zum dritten Mal in Folge über dem langjährigen Klimawert. Immer wieder befanden sich Tiefausläufer über Deutschland, die schwül-warme und kühlere Luftmassen voneinander trennten. In ihrer Nähe traten häufig schwere Gewitter mit extremen Starkniederschlägen auf. Bei der Sonnenscheindauer wurde der Klimawert von 213 Stunden um 18 Stunden übertroffen.

August 2009
Die Durchschnittstemperatur überstieg mit 19,5°C das Mittel (17,6°C) um 1,9 Grad. Die mittlere Nahe gehörte am 20. mit über 35°C zu den heißesten deutschen Regionen. Das Monatsminimum lag übrigens am 30. mit 5,5 ganze 30° tiefer. Die Regenmenge lag mit 71 l/m² über dem vieljährigen Klimawert (61 l/m²). Dieser fiel an 8 Tagen überwiegend in Schauerform. Die Sonne zeigte sich mit 267 Stunden (200 Stunden) wesentlich länger als üblich.

September 2009
Der September 2009 wurde durch ruhiges und warmes Altweibersommerwetter geprägt. Die Durchschnittstemperatur lag mit rund 16°C gut 1,7° über dem langjährigen Mittel. Es gab noch einen heißen Tag und 5 Sommertage. Die Niederschlagsmenge lag landesweit deutlich unter dem Mittel, an der mittleren Nahe dagegen kamen wir auf eine Menge von über 50 l/m² (Mittel 40 l/m²). Dies lag an 2 Regentagen, die am 4. 25 Liter und am 14. 16 Liter brachten. Besonders die 16 Liter am 14. hatten es in sich, da sie innerhalb einer Stunde fielen und Teile eines angrenzenden Ackers mit in die Stadt spülten! Die Sonne verwöhnte uns auch wieder und lag mit rund 160 Stunden, 10 über dem Durchschnitt.

Oktober 2009
Der Oktober 2009 hatte sehr viele zu bieten, vom stürmischen Beginn bis zum ruhigen Ende war fast alles drin. Das Temperaturmittel lag mit 9,7°C genau im Soll. Die Extremwerte lagen um den 7. Oktober bei fast 25°C und um den 20. bei fast minus 3°C. In Rheinland-Pfalz lag das Niederschlagsmittel knapp unter dem Soll. Um Bad Sobernheim kam es aber am 10. bei einer gewittrigen Wetterlage alleine auf rund 28Liter/m², so dass die Gesamtmenge von fast 70 Litern hier deutlich über dem Mittel lag. Die Sonnenscheindauer war auch höher als der Landesdurchschnitt und schaffte es hier auf über 110 Stunden (über 10% mehr).


Weinlese 2009
Nach wechselhaftem Blütewetter (Kälteeinbruch im Juni) verlief der Sommer so, wie es die Winzer wünschen. Trockene Schönwetterperioden wurden immer mal wieder von Niederschlägen unterbrochen. Die Rebe hatte dadurch sehr gute Wachstumsbedingungen, da neben der Sonne immer genug Bodenfeuchte vorhanden war. Anfang September, genau zum richtigen Zeitpunkt, begann eine lange, stabile Schönwetterperiode. Zur Zeit der Reife verträgt die Rebe keinen Regen da durch die Feuchtigkeit Fäulnis gefördert wird. September und Oktober 2009 eine Weinlese nach Maß: Nicht zu hohe Erträge, gesunde, aromatische Trauben, Spitzenmostgewichte bei Riesling, Spätburgunder und Grauburgunder.
Letzter Lesetag beim Riesling war der 6. November – bei Sonnenschein. Nun hoffen wir auf Frost für die Eisweinlese, zu Silvester ist Vollmond mit meist frostigen Nächten. Das wäre ein Traum - Eisweinlese zum Jahresende.
In wenigen Wochen können wir die ersten Jungweine probieren.
Wir sind sehr optimistisch und freuen uns auf den Weinjahrgang 2009!

November 2009
Nass und ungewöhnlich mild zeigte sich der November 2009. An der mittleren Nahe lag das Monatsmittel der Temperatur bei 8,5°C und somit über 3,5°C oberhalb des langjährigen Mittelwertes. Deshalb gehört dieser Monat auch zu den wärmsten Novembermonaten seit es Wetteraufzeichnungen gibt. Im ganzen Monat gab es keinen Frosttag, lediglich 3-mal hatten wir leichten Bodenfrost! Durch die vielen Atlantischen Tiefs, die die warme Luft zu uns schaufelten, kam es auch zu deutlich mehr Niederschlägen. Fast 80 Liter fielen rund um Bad Sobernheim, etwa 35 Liter mehr als der langjährige Mittelwert. Da die für November sonst typischen Nebeltage ausfielen, konnte die Sonne sogar etwas mehr als für den Monat üblich scheinen!

Dezember 2009
Dieser Monat war etwas kühler als normal, an der Nahe aber nur ganz gering. Die Temperatur schwankte zischen 12°C am 10. Und minus 17°C am 20. Dezember. Die Niederschlagshöhe lag mit rund 60 Litern deutlich über dem Monatsmittel. Er fiel ab der Monatsmitte in Form von Schnee und machte Hoffnung auf eine weiße Weihnacht. Leider blieb die Schneedecke nur in höheren Lagen über Weihnachten liegen, denn er schmolz kurz vor Weihnachten wieder dahin. Die Sonne schien recht häufig, am 2ten Weihnachtsfeiertag sogar die möglichen rund 7 Stunden. Am Morgen des 19. Dezember konnte bei frischen minus 15°C wieder Eiswein gelesen werden.

Fazit 2009:
Das Jahr war wieder zu warm, beim Niederschlag normal und sehr Sonnenscheinreich. Wie das ganze Jahrzehnt war auch 2009 an der Nahe viel zu warm. Hier lag die Durchschnittstemperatur über ein Grad oberhalb des Jahresmittels Die Niederschlagssumme lag leicht über dem langjährigen Klimawert. Auch die Sonne verbuchte ein nettes Plus von über 150 Stunden gegenüber dem Mittel.

Archiv: 2005 |  2006  |  2007 |  2008 | 2009 |  Aktuell